Weil ich doch zu den wenigen immerhin gewählten Vertretern der Stadt gehöre, die zu entscheiden haben, deshalb hab ich heute den Antrag zu einem Jugendkulturellen Projekt bekommen.
Darin heißt es: "Da das Meiningen Theater in 2010 auch mit dem "Sommernachtstraum" aufwarten will, liegt nahe, sich einen sehr eigenen stofflichen Zugang zu erschließen, der für das Meiningen Publikum neue Sichtweisen offenbart."
Nun meine Frage, die mich in den nähsten Tagen beschäftigen wird.
Braucht das Meiningen Publikum diese neuen Sichtweisen für 15000,00 €
Montag, 16. November 2009
Dienstag, 27. Oktober 2009
Was hat Lammert ( Der Bundstagspräsient) heute gesagt?
"Nicht die Regierung hält sich ein Parlament, sondern das Parlament kontrolliert die Regierung." Ach was. Ist doch nicht möglich. In Meiningen ist da alles ganz anders.
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Beobachtungen,
Klima im Stadtrat
Dienstag, 13. Oktober 2009
Altersheim am Theater
Das Gerüst ist gefallen.
Ganz hübsch, das neue Altersheim am Theater, ach jetzt sagt man wohl Seniorenresidenz, ganz hübsch neu also. Nur schade, dass man keinen richtigen Architekten gefunden hat um für unsere Prachtstrasse einen Hingucker zu erstellen. Aber so ist das eben, wenn die Ökonomie über den Geist siegt. Mit Neubauten haben wir in Meiningen ohnehin nicht viel Glück. Ist auch schwierig. Die Multihalle scheint ganz gelungen, aber sie ist weit weg und funktioniert auch nicht richtig als MULTI-halle. Bei der Staatsbank bin ich mir nicht ganz sicher. Die sieht so aus, als ob eine Blaupause des Herrn Speer übrig geblieben wäre. Bald steht sie möglicher Weise leer. Gut das wir noch richtig alte Bausubstanz haben. Was da in den letzten Jahren saniert wurde, ist durchweg gelungen. Das Volksbad etwa, oder die Lichtspiele, das Gerichtsgebäude oder das große Palais, die Pulverrasenschule auch, die medizinische Fachschule. Und wir haben ja noch das Volkshaus, ein wirklich Stadtbildprägendes Gebäude, das auf seine Sanierung wartet. Es soll tatsächlich immer noch Leute geben, die es dem Verfall preisgeben wollen. Na für das Altersheim gibt es einen Trost. Efeu, ja Efeu sieht auch nicht schlecht aus und ist sehr dauerhaft.
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Selbsgespräche
Anton-Ulrich-Strasse
Der Stadtrat möge beschließen:
Die Anton-Ulrich-Strasse wird wieder uneingeschränkt Fußgängerzone mit den entsprechenden gesetzlich geregelten Ausnahmen (Lieferverkehr, Notdienste, öffentlicher Nahverkehr)
Der ursprüngliche Zustand wird umgehend wieder hergestellt.
Begründung:
Die jetzige Situation ist für fast alle, auch die Gewerbetreibenden der Anton-Ulrich-Strasse selbst, unbefriedigent. Sie ist für die Stadt Meiningen ein Dauerkonflikt. Anwohner gegen Autofahrer, Händler gegen Dauerparker, Fußgänger gegen Raser. Ein für eine Fußgängerzone viel zu hohes Verkehrsaufkommen, zu hohe Geschwindigkeit, im hohen Maße Durchgangsverkehr sind Stein des Anstoßes. Die aller wenigsten Verkehrsteilnehmer sind Kurzparker und damit Kunden der in der Anton-Ulrich-Strasse ansässigen Gewerbetreibenden. Das Ziel einer Verkehrsberuhigung könnte bei allen Bemühungen in der Vergangenheit nicht erreicht werden.
Die Vorschläge einiger Gewerbetreibenden sind nun:
Mehr Kontrollen durch das Ordnungsamt und die Polizei.
Verlangsamung durch die Installation eines sogenannten stummen Polizisten.
Das bedeutet mehr Personalbindung an die Anton-Ulrich-Strasse, es bedeutet mehr Kontrolle und damit Ärger.
Ein stummer Polizist ist geeignet für Geschwindigkeitsminderung vor einer Schule, nicht aber innerhalb einer Fußgängerzone. Er erzeugt mehr Lärm, mehr Abgase, er mindert die Geschwindigkeit kurzzeitig, nicht für eine ganze Strasse. Für Notfahrzeuge ist er ein zusätzliches Hindernis.
Diese Vorschläge sind demzufolge abzulehnen.
Zur Geschichte
Die Anton-Ulrich-Strasse wurde 1998 als Fußgängerzone geplant und ausgeführt.
Der Einwand einiger Gewerbetreibender der Anton-Ulrich-Strasse führte 2001 (Beschluss 264/23/2001) dazu, dass diese Fußgängerzone versuchweise als verkehrsberuhigte Zone ausgewiesen wurde. Dies wurde in einer Sitzung des Stadtrates 2006 (Beschluss 196/27/2006) bestätigt.
Es ist an der Zeit, zu einem abschließenden Urteil zu kommen.
Bei den vergangenen Entscheidungsprozessen wurden im wesentlich nur ein Teil der Gewerbetreibenden gehört. Die Wahrheit ist, nicht alle Gewerbetreibenden der Anton Ulrich Strasse gehören zu ihnen.
Überhaupt nicht in Betracht gezogen wurden die Belange der Anwohner, nicht die der Fußgänger, die der Behinderten schon überhaupt nicht. Andererseits, die Gastwirte der Anton-Ulrich-Strasse haben mehr Interesse an Beruhigung, als an Durchgangsverkehr. Auch die Fachkompetenz der Stadtverwaltung, oder externe Städteplaner wurden nicht in die Überlegung einbezogen.
Unser Antrag zur Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes (Anton-Ulrich-Strasse ist Teil der Fußgängerzone des Stadtkerns) kann und soll nicht als Affront gegen die Händler gewertet werden.
Richtig ist: Die Anton-Ulrich Strasse ist gegenüber der Gorgstrasse benachteiligt. Deshalb erscheint uns dringend nötig über eine Belebung dieser Strasse nachzudenken und entsprechende Schritte einzuleiten. Dabei kann die Citymanagerin den Gewerbetreibenden wertvolle Hilfe leisten.
Darüber hinaus sollte der Stadtrat folgende Fragen erörtern.
1. Was wird aus den beiden Gebäuden Nr.20 und Nr. 32
Welche rechtlichen Möglichkeiten zur Veränderung hat die Stadt?
2. Der Dauerparkplatz am Ende (oder Anfang) der Anton-Ulrich-Strasse ist ein toter Platz. Jede andere Nutzung wäre besser, würde mehr Belebung für die Anton-Ulrich-Strasse bedeuten. In diesem Zusammenhang sollte der gesamte Bereich des sogenannten Bermudadreieck überplant werden. Mit dem Eigentümer ist das Gespräch zu suchen.
3. Die Möglichkeit weiterer Kurzzeitparkplätze im Umfeld der Anton-Ulrich-Strasse ist durch das Ordnungsamt zu prüfen.
Die Stadtquerung
Für eine Querung des Verkehrs durch die Innenstadt gibt es zwei Gründe:
1. Die Entlastung der Kreuzung Neu-Ulmer-Strasse / Anton-Ulrich-Strasse.
2. Verkürzung der Fahrstrecke von Ost nach West und umgekehrt.
Der Preis aber ist die Zerstörung (im konkreten und auch übertragenen Sinne) der Fußgängerzone. Dieser Preis ist zu hoch. Auch diese Möglichkeit wird von uns abgelehnt.
Für die Anton-Ulrich-Strasse gäbe es nur eine wirkliche Alternative: Der Rückbau zu einer Strasse mit Durchgangsverkehr und Bürgersteig auf beiden Seiten.
Dafür aber sehen wir keine Notwendigkeit.
Zu bedenken ist ferner: Es könnten auf die Stadt Rückforderungen von Seiten der Anwohner, als auch der Fördergeldgeben kommen.
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Selbsgespräche
Dienstag, 6. Oktober 2009
Podiumsgespäch zum evangelischen Gymnasium in Meiningen
Nach wie vor gilt für mich: Zwei Gymnasien in Meiningen sind besser als ein Großes, der verschiedenen Profile wegen. Aber, was kommt da auf uns zu, welches andere, neue Profil? Gestern in den Kammerspielen eine Podiumsdiskussion zum geplanten evangelischen Gymnasium in Meiningen. Wichtige Leute fehlten. Das nur am Rande. Was das Eigentliche, das Besondere, das Spezielle dieser höheren Lehranstalt ausmachen soll, hat sich mir nicht erschlossen. "Wir haben Religion",war das einzige, was zu hören war. Das aber kann ganz schön miefig sein. Es wird wohl doch eine Eliteschule werden, oder besser eine Schule für die, die sich für Elite halten. Da wird sehr schnell aus dem "wir sind besser", ein "Wir sind die Besseren". Noch was: Was ich nicht begreifen werde: Wir haben in Meiningen sehr viel weniger Kinder als vor 20 Jahren und nun sollen die Schulgebäude nicht ausreichen. Wir sollen neu bauen und Umbauen. Warum? Wenn mir das mal einer erklären könnte.
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Gymnasium
Mittwoch, 30. September 2009
Verwaltung und Jugend
Es sind einige wichtige Leute der Stadtverwaltung, Namen will ich nicht nennen, die immer wieder behaupten, wir, die Stadt, haben mit Jugend nichts zu tun, dass sei alles Sache des Jugendamtes. Irgendwer muss ihnen das eingeredet haben.
Zunächst: Das Nächstliegende wäre ja, das die Verwaltung zum Ausdruck bringt:“ das ist aber erfreulich, dass sich mal ein Stadtrat, oder noch besser ein ganzer Ausschuss des Themas Jugend annimmt. Denken dürfen sie auch: „ na was der Wagner da wieder mal vor hat, das wird so wie so nichts“ meinet wegen. Aber „Wir in der Stadt haben mit Jugend nichts zu tun“ das geht nicht. Es ist auch falsch und dummes Zeug und verantwortungslos. Als der Jugendclub am Berg keine Bleibe mehr hatte, hat die Stadt einen Jugendclub gebaut. Als es um die Schließung des Marstalls ging, ist die Stadt in die Bresche gesprungen mit viel Geld, und hat die Verantwortung für dieses Objekt übernommen. Und überhaupt: Im Haushalt der Stadt werden in jedem Jahr nicht unbeträchtliche Mittel für Jugend bereitgestellt, verantwortet vom Stadtrat, von niemanden sonst. Und dann soll es heißen: “Wir haben mit Jugend nichts zu tun.“ Das kann nicht sein. Meiningen kann vom Theater allein nicht leben, so hieß es in einer Untersuchung zur Zukunft Meiningens. Hoffentlich begreift das die Verwaltung recht bald, dass in Meiningen verschiedene Kulturen miteinander leben zum Nutzen aller, Sportkultur, Musikkultur, fremde Kulturen, wie die der Vietnamesen und eben auch Jugendkultur.
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Jugend
Mittwoch, 23. September 2009
Der neue Mitarbeiter
Die Stadt hat einen neuen Kulturmanager eingestellt. Er soll die Nachfolge von Herrn Weber antreten am Ende 2010. Es ist Helmar Trompelt, geb. 1981. Wir werden ihn in den Kulturausschuss einladen. Ich werde ihn fragen nach seinem Kulturbegriff. Uns, der Stadt, sollte wichtig sein, dass es um Kulturen geht, eben nicht nur um "Hochkultur". Uns muss das Trachenfest der Vietnamesen genau so wichtig sein wie die Zauberflöte im Theater.
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Beobachtungen
Samstag, 19. September 2009
Wer bestimmt was?
Wichtige Vertreter der Stadtverwaltung werden nicht müde zu behaupten, „wir hätten in der Stadt mit der Jugendarbeit nichts zu tun, das sei Sache des Jugendamtes. Demzufolge sei auch der Name des Ausschusses für Jugend-, Soziales-, Kultur- und Sport irreführend“
Das ist falsch!
Die Ausschüsse sind nicht Hilfstruppen der Verwaltung, nicht der verlängerte Arm, sie gehören zur Legislative, sie beraten den Stadtrat, sie bereiten Entscheidungen vor.
Fest steht: Die Stadträte sind grundsätzlich für alles was in dieser Stadt passiert, oder nicht passiert zuständig. Von der Wiege bis zur Bahre und darüber hinaus, letzten endes auch für jeden Hundehaufen. Auf jeden Fall sind sie für die Jugendarbeit und die Jugendkultur dieser Stadt zuständig, haben sie zu beobachten, zu fördern, zu gestalten.
Richtig ist: die Verwaltung der Jugendarbeit ist am Kreis angesiedelt, nicht bei der Stadt (wie beim Naturschutz auch). Den Stadträten kann es aber nicht um die Verwaltung der Jugendarbeit gehen, sondern es geht um ihre Gestaltung. Das wiederum ist nicht Aufgabe des Jugendamtes. Deshalb gibt es im Haushalt der Stadt einen nicht unbeträchtlichen Posten für Jugendarbeit über den nicht die Verwaltung, nicht das Jugendamt entscheidet, sonder einzig und allein die Stadträte. Deshalb gibt es annerkannte Träger der Jugendarbeit und nicht eine Staatsjugend, die von der Verwaltung dirigiert wird.
Die Verwaltung ist zur Loyalität verpflichtet.
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